Was wollen Geheimdienste mit meinen Daten

Es ist eine Tatsache, Geheimdienste sammeln im großen Stiel Daten. Sie versuchen alles zu speichern was sie in die Finger bekommen. Natürlich geht es um die öffentliche Sicherheit. In solchen Diskussionen höre ich oft, „ich hab nichts zu verbergen“ oder ich kann eh nichts machen.

Ja, ich habe auch nichts zu verbergen, wie jeder von uns. Ist das wirklich so? Haben Sie alle nichts zu verbergen? Können wir uns nicht doch besser schützen??

Was ist eigentlich so gefährlich an dieser Speicherwut? Nun unklar ist generell, was alles wirklich gespeichert wird. Weiterhin ist nicht klar wie diese Daten analysiert werden. Eine denkbare Möglichkeit um Verdächtige Menschen zu finden sind Volltextsuchen. Dabei werden vorhandene Texte (z.B. aus E-Mails, aus mit-geschnittenen Telefonaten, etc.) nach Schlüsselworten durchsucht. Trifft das Programm eines oder mehrere dieser Schlüsselwörter ist der Absender und ggf. der Empfänger erst mal verdächtig. Da finde ich, liegt schon der Hase im Pfeffer. Wir werden alle erst einmal als verdächtig eingestuft. Wenn nun durch Zufall in meinen Mails die falschen Wortkombinationen vorkommen (war eine Bomben Stimmung hier) stehe ich ggf. automatisch auf einer Liste von Verdächtigen. Natürlich wird dann erst genauer hingeschaut, aber die Tatsache alleine, das ich mal auf solch einer Liste gestanden haben könnte, gefällt mir nicht.

Es ist eine ähnliche Diskussion wie wir sie beim Speichern des Fingerabdrucks auf den Personalausweis hatten. Ein Tatort wird nach Fingerabdrücken untersucht. Früher konnten diese gegen bekannte Straftäter und gegen Verdächtige, die im Zusammenhang mit diesem Fall gebracht werden konnten, abgeglichen werden. Heute ist es möglich diese gegen alle Bundesbürger mit neuem Ausweis abzugleichen. Sprich alle Bürger stehen unter Generalverdacht.

Ich höre schon den Aufschrei, das ist doch nicht erlaubt. Glauben Sie mir, alles was möglich ist wird auch früher oder später genutzt. Wenn die Daten erst mal da sind werden sie auch ausgewertet. (siehe Fotos der Mautbrücken)

Jetzt muss ich noch die Frage beantworten was wir tun können. Ich möchte hier als erstes zum Nachdenken anregen. Wie viel möchte ich von mir wirklich preisgeben? Ist es notwendig alle möglichen Details meines Lebens in sozialen Netzwerken zu veröffentlichen? Wer ist Anbieter des entsprechenden Dienstes und wo sitzt das Unternehmen?

Zweiter Punkt, nutzen Sie die technischen Möglichkeiten. Es ist nicht mehr so schwierig seine E-Mails zu verschlüsseln und die Programme werden immer besser. Es wird etwas umständlicher, ja, dieser minimal höhere Aufwand ist es aber wert. Verschlüsseln Sie ihre Daten!!

Wollen sie noch weiter gehen? dann nutzen sie TOR Server um ihre Spuren im Internet zu verschleiern. Kritiker Fragen, mache ich mich ggf. verdächtig wenn ich diese Technologie verwende? Nein, denn je mehr Menschen diese Technologie verwenden um so weniger verdächtig wird jeder einzelne, und um es noch einmal deutlich zu sagen, es ist vollkommen legal TOR zu verwenden. Bestimmen sie selbst was sie preisgeben wollen!!!

Zum Schluss, alles was ich nicht elektronisch übertrage / veröffentliche kann auch nicht ausgewertet werden.

Sollten sie Fragen zu dem Thema haben nutzen Sie die hier vorhandenen Kontaktmöglichkeiten.